#DBW2015 Mein Diabetes-Moment 2015

Auch dieses Jahr mache ich selbstverständlich wieder bei der #DWB2015, der Diabetes Blog Woche mit. Eine Woche lang gibt es auf den teilnehmenden Blogs allerlei Blog-Posts zu vorgegebenen Themen zu lesen.
Heute Montag:diabetes-blog-woche


Mein Diabetes-Moment 2015

Mein „Diabetes-Moment 2015“ war eigentlich gar kein Moment. Es waren genau 58 Minuten. Aber vorgekommen sind mir diese 58 Minuten wie ein kurzer Moment.

Am 10.10.2015 durfte ich als Vortragender beim „Expert2Expert – Symposium in moderner Insulinpumpentherapie“ vom Medtronic zum Thema „Diabetesmanagement beim Langstreckenradsport“ referieren.

Im Vorfeld war ich ziemlich nervös, denn normalerweise halte ich meine Vorträge vor einer Hand voll Typ II Diabetikern, denen ich Hilfestellung bei der Integration von sportlichen Aktivitäten in ihren Alltag gebe.

Dieses Mal habe ich vor echten „Experten“ gesprochen. Das Publikum bestand zu 50% aus Ärzten, alle mitsamt natürlich Internisten bzw. Diabetologen und aus DiabetesberaterInnen. Und dass dieses Publikum ein weit besseres, tiefer gehendes, diabetisches Hintergrundwissen hat, als ich das jemals haben werde – einfach weil sie es studiert haben – deswegen war ich im Vorfeld ziemlich angespannt

Denn ich würde mich auf ziemlich dünnes Eis begeben, wenn ich hier Meldungen von mir gebe, die medizinisch nicht haltbar sind. Und ich wollte mich natürlich auf keinen Fall blamieren!

Deswegen habe ich mir gedacht: „Schuster, bleib bei Deinen Leisten!“ Und so habe ich versucht, meine eigene Begeisterung für den Langstreckenradsport, gespickt mit einigen Diabetesfakten, auf mein Publikum überspringen zu lassen.

Ich hatte im Vorfeld wirklich bedenken, wie ich die mir zu Verfügung stehenden 30 Minuten füllen sollte. Deswegen habe ich auch 2 Videos in die Präsentation eingebaut.

Aber trotz der anfänglichen Nervosität, war ich nach kurzer Zeit voll in meinem Element. Vielleicht kennt ihr das ja: Wenn Du von etwas selbst total begeistert bist, dann spielt Zeit keine Rolle mehr…

Irgendwann hab ich mir gedacht: „So, jetzt schaust, dass du fertig wirst…“ und nach der letzten Folie schaue ich auf die Uhr: Da habe ich doch tatsächlich 58 statt 30 Minuten referiert. Ich bin der Thomas Gottschalk der Referenten, denn ich habe hoffnungslos überzogen… 😉

Was mich besonders freut war, dass ich danach viel positives Feedback bekommen habe und auch viele interessante Kontakte knüpfen konnte. Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet haben mich angesprochen und mir Fragen gestellt.

Und da war er dann, mein Diabetes Moment 2015:

Ich habe mich unter diesen ausgewiesenen Experten in Sachen Diabetes, plötzlich auch als Experte gefühlt.

Ich kann etwas, was andere nicht können, auch wenn ich das selbst nie so sehe oder besonderen Wert darauf lege. Aber an diesem Tag war ich stolz auch mich, meinen Weg und meinen Vortrag.

Und er hat mich immens motiviert, weiterzumachen. Weiter beim Sport und weiter bei meinen Vorträgen. Denn das, was man gerne macht, macht man auch wirklich gut.

Meinen Vortrag gibt es hier

 

 

 

 

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