#dbw2015 Was wäre, wenn der Osterhase Diabetes hätte?


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Ich möchte mich auch dieses Mal an der #DBW2015, der Diabetes Blog Woche beteiligen. Diesmal geht’s um den Osterhasen: Was wäre, wenn er Diabetes hätte?

 Nun ja, der Osterhase, also der echte Osterhase, hat in meinem Gedankenexperiment Typ II Diabetes.

„Kein Wunder – er hat sein ganzes Leben nur Schokolade und Eier gegessen. Er hockt das ganze Jahr in seinem Bau und bewegt sich nur am Ostersonntag“, meint die Nachbarin.

Nachdem ihm seine werte Gattin – Frau Osterhase – aufgrund seines ständigen Harndranges endlich dazu überredet hatte, einmal in der Waldklinik  bei Prof. Hoppel, einer anerkannten Größe der Diabetologie bei Waldtieren, vorbeizuschauen, stand schon bald fest: Der Osterhase hat Diabetes mellitus Typ 2. Was für ein Schock für die Osterhasenfamilie!

Frau Osterhase nickt nur wissend: „Habe ich Dir das nicht schon lange gesagt?“ Ab sofort knabberst du nur mehr Karotten und jeden Tag bewegst du Deinen Osterhasenhintern hinaus und machst Sport! Sonst lass ich mich scheiden! Und bei unseren 9 Hasenkindern wird das ein teurer Spaß mit den Alimenten! Du weißt: Du bist nur Saisonarbeiter!“, droht Frau Osterhase.

Auch der Nachbar der Osterhasenfamilie, Herr Prof. Eule, hat einige wichtige Ratschläge parat, auch die Eichkätzchen und die Biber vom Fluss unten versorgen den Osterhasen mit gutgemeinten, aber unnützen Ratschlägen: „Du musst…, Du solltest…, Der Onkel von meiner Frau, dessen Schwager,  war auch zuckerkrank…“.

Der Osterhase ist verzweifelt. Er steht mächtig unter Druck, denn Ostern steht vor der Türe und er weiß noch nicht, wie er seinen Arbeitsalltag mit Diabetes schaffen soll.

Deswegen schaut der Osterhase auf seinem iRabbit ins BunnInternet und erkundigt sich bei zuckerkranken Hasen auf der ganzen Welt, wie die es so machen. Und er merkt: Er ist nicht alleine!

Überall auf der Welt gibt es diabetische Hasen! Alle haben für unseren zuckerkranken Hasen Verständnis und unterstützen ihn und beantworten seine Fragen. Und er erfährt auch, dass er auch weiterhin seine geliebte Schokolade essen darf, wenn er nur auf ein paar Sachen Acht gibt.

Der Osterhase erkundigt sich nach der besten Klinik in der Umgebung und schon bald liegt er auf der Sonderklasse-Station der Schwarzwaldklinik und bekommt seine erste Diabetes-Schulung.

Er lernt interessante Dinge über Ernährung, er lernt seinen Blutzucker zu messen, er lernt, welcher Sport der Beste für ihn ist und er lernt, Kohlenhydrate zu berechnen.

Ok, das ist jetzt blöd, denn seine Karotten und seine Löwenzahnblätter haben keine Kohlenhydrate. Aber nur für den Fall, dass der Osterhase mal ein Hühner-Döner essen möchte, er wüsste rein theoretisch, wie er die Kohlenhydrate berechnet… 😉

Nach einer Woche ist der Osterhase ein echter Profi. Er weiß alles über seine Krankheit. Er ist nicht mehr zuckerkrank – er ist Diabetiker. Übers BunnInternet hat er viele neue Freunde kennen gelernt, die ihm durch die erste Zeit helfen und die er ohne dieses Medium nie kennengelernt hätte.  Und auch seine Gattin ist mit seinem Sinneswandel mehr als zufrieden.

Dann kann Ostern ja ruhig kommen!

Wundert Euch aber bitte nicht, wenn dieses Jahr nur Karotten und Löwenzahnblätter im Osterkorb liegen! Ich habe gehört, der Osterhase zieht sein Programm eisern durch!

Wenn Ihr mehr Sachen zu diesen Thema  lesen wollt, dann schaut auf die Website der Diabetes Blog Woche

Frohe Ostern Euch allen!

PS: Ich weiß, dass bei dieser Geschichte nicht alles fachlich korrekt ist, aber als Märchenonkel hab ich mir diese Freiheiten einfach genommen! 😉

Bild: © Rene Beran

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