Das war das #DiabetesMeetUp beim #EASD2016

Wie bereits in meinem Teaser erwähnt, durfte ich als einziger österreichischer Blogger am #DiabetesMeetUp im Rahmen des EASD 2016 in München teilnehmen. Hier der Bericht über das Event.

Am Montag habe ich mich um 8 Uhr mit Julia von Roche Diabetes Care am Wiener Hauptbahnhof getroffen.

Unser gemeinsames Ziel: Der EASD 2016 in München.

Kurz nach der Ankunft in München ging der Stress auch schon los: Schnell ins Hotel einchecken und gleich weiter zum #DiabetesMeetUp Event im Palais Lenbach.

Dort erwarteten mich bereits viele bekannte Gesichter. Unter andern waren Ilka und Finn von mein-diabetes-blog.com, Sascha von Sugartweaks und Tine von #icaneateverything da. Aber auch Kelly Close von der DiaTribe Foundation aus den USA und Renza Scibillia aus Australien haben die weite Anreise nach München auf sich genommen!

In erster Linie ging es bei dieser Veranstaltung aber um die Präsentation des neuen Insight CGM Systems von Roche. 

CGM-Systeme sind aus meiner Sicht aus keiner modernen Diabetes-Therapie mehr wegzudenken. Sie machen aus „Zuckerkranken“ erst echte Diabetiker.

Das Akku Chek Insight CGM System besteht aus den üblichen 3 Teilen:

Sensor, Transmitter und Receiver. Der Sensor wird bei diesem System 7 Tage lang getragen. Ein neuerliches Starten des Sensors ist nicht möglich. Die Lebensdauer des Transmitters wird mit einem Jahr angegeben.

Der Inserter macht beim ersten Hinschauen einen fragwürdigen Eindruck. Ich durfte im Rahmen der Veranstaltung einen Sensor setzen und mich hat die Bedienung dann doch positiv überrascht!

Mit einer Hand kann der Sensor an alle Körperstellen ohne Probleme gesetzt werden. Gut gelungen ist auch der Umstand, dass jeder Handgriff beim Setzen des Sensors bzw. das darauf klippen des Transmitters durch ein Klickgeräusch akustisch begleitet wird.

Aktuell wird an der CE-Zertifizierung gearbeitet, welche für Ende 2016 erwartet wird.

Wann das System in Österreich verfügbar sein wird, ist mir aktuell nicht bekannt.

Was mir gefällt:

  1. Der Inserter: Eigentlich ein hässliches Plastikteil, lässt sich aber erstaunlich gut bedienen.
  2. Das System: Kommt mit dem hauseigenen Receiver mit eingebauten Blutzuckermessgerät, allerdings könnenzukünftig die Werte auch via Android oder iOS App am Handy ausgelesen werden.
  3. Das Pflaster des Sensors:  Macht einen sehr festen Eindruck und greift sich sehr gut an. Vor allem ist es in Relation aber eher groß und scheint gut zu halten.
  4. Die Messgenauigkeit: Die gezeigten Folien (Mard*) lassen auf eine gute Performance im hypo- und hyperglykämischen Bereich schließen. Wir werden sehen…

Was mir nicht gefällt:

  1. Mir ist der Transmitter einfach zu groß. Ich möchte keinen „Lego-6er-Stein“ am Arm oder am Bauch tragen.
  2. Das System macht einen eher altbackenen Eindruck. Ich kann keine wirkliche Innovation entdecken.
  3. Der Out-of-Range Alarm ist – wie auch bei allen bereits auf den Markt befindlichen CGM-Systemen – unlogisch. Warum piepst der Empfänger und nicht der Transmitter?
  4. Der Sensor muss nach einer Woche erneuert werden.
  5. Die App ist…naja… Wir haben 2016!!!!! 😉

 

Nach der Produktpräsentation durften wir zusammen mit Bastian Hauck (DEDOC) und Kevin Röhl (Lumind) noch unsere eigene App kreieren und uns so richtig austoben.

Was wünschen wir und von einer Welt, in der das „Internet of things“ schon lange keine leeren Worte mehr sind. So kamen wir auf blinkende Ringe oder Kühlschränke die selbständig Hypokits nachbestellen. Ein wirklich gelungenes und interessantes Gedankenexperiment! Respekt!

Den Abschluss dieses ereignisreichen Abends machte noch eine Rätselrallye quer durch München, deren Endpunkt das Restaurant Gandl war, wo wir uns neben dem Abendessen auch noch über diesen ereignisreichen Tag und die vielen neuen Informationen austauschen konnten.


Besonders möchte ich mich an dieser Stelle noch bei der Firma Roche Diabetes Care Österreich bedanken, die mir durch die Übernahme der Reise- und Hotelkosten die Teilnahme am EASD 2016 in München ermöglicht hat.

Ganz besonderer Dank gilt der lieben Julia von Roche Diabetes Care Österreich für die nette und engagierte Reisebegleitung! Vielen Dank für alles!

 

*MARD: Darunter versteht man die mittlere, absolute relative Differenz, die ein umgekehrtes Maß für die Genauigkeit ist. (Je kleiner der Wert, desto besser das System, Angabe in %)

 

Weiter führende Links:

Roche Diabetes Care Österreich

EASD (European Association for the Study of Diabetes)

DiaTribe Foundation

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Das war das #DiabetesMeetUp beim #EASD2016

  1. Ich besitze nun seit 12 Monaten das CGM System, 10 Monate das G4 und nun seit 2 Monaten das G5. Soweit so gut, ich bin seit 20 Jahren Typ I und bis vor 2 Jahren mit einem HbA1C Wert zwischen 8,5 und 10,5 – bisher OHNE Folgen. Vor 2 Jahren besorget ich mir das Freestyle Libre und schaffte es innerhalb von 4 Wochen schon auf einen HbA1C Wert von 7,1 !!! Das lief dann bis zu 12 Monaten so. Dann bekam ich vor ca. 12 Monaten das Dexcon von der Kasse bewilligt ……. resultat nach den ersten 6 Wochen (Vernichtend) HbA1C von 8,4 !!! mit täglichen HYPOS und bisher keiner Besserung in Sicht. Nach einem Jahr sind die Werte wieder so schlecht wie die letzten 18 Jahre vor dem Libre 🙁 Ich bin sehr unglücklich damit ……..

    1. Könnte es eventuell damit zusammen hängen, dass durch das Dexcom nun einfach weniger Hypos auftreten? Das hätte zur Folge, dass zwar der Glukosemittelwert steigt ( und damit auch der HbA1c) aber dafür ist dieser HbA1c eigentlich aussagekräftiger, weil er eben nicht mittels Hypos erkauft wurde. Dieses Phänomen ist nicht ganz untypisch und kommt relativ häufig vor. Ich denke nicht, dass der Dexcom für die Verschlechterung verantwortlich gemacht werden kann. Ich tippe eher darauf, dass da etwas anderes nicht (mehr) stimmt.

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