Abbott FreeStyle Libre – per 1.9.2016 Kassenleistung in Österreich

Abbott FreeStyle Libre – per 1.9.2016 Kassenleistung in Österreich

Das FGM – System FreeStyle Libre wird am 1.9. von den meisten österreichischen Krankenkassen übernommen! Details hier!

Wie ich gerade von der Firma Abbott Österreich mitgeteilt bekommen habe, werden die meisten österreichischen Krankenkassen das

Flash Glukose Management System „FreeStyle Libre“

per 1.9.2016 übernehmen.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt werden:

  • Basis/Bolus Insulin-Therapie oder
  • CSII-Therapie (Pumpe!)

Die Verordnung des Startpaketes muss von einer Diabetes-Ambulanz oder von ausgewählten Internisten erfolgen.

Diese Regelung tritt bei den meisten Kassen per 1.9.2016 in Kraft, einige andere Kassen folgen mit 1.10.2016, Vorarlberg wahrscheinlich erst mit 1.1.2017. Wann mit der Kostenübernahme seitens Deiner konkreten Kasse gerechnet werden kann, ist am besten direkt mit dieser abzuklären. Diabetes & Sport kann/möchte hierzu keine Angaben machen.

Die Kostenübernahme erfolgt sowohl für Kinder ab 4 Jahren, als auch für Erwachsene, auf die die oben genannten Kriterien zutreffen!

Ich freue mich wirklich sehr, Euch heute diese frohe Kunde bekannt geben zu können! Bei weiteren Fragen wendet Euch direkt an Eure Krankenkasse oder an Abbott Diabetes Care Österreich (s. Link unten)

Weiterführende Links:

Abbott Diabetes Care Österreich

 

22 Gedanken zu „Abbott FreeStyle Libre – per 1.9.2016 Kassenleistung in Österreich

  1. Hab das schon von Anbot gehört. VOR ZWEI Wochen hat mir die MÖGLICHKEIT noch schriftlich abgesagt! ABER Hauptsache es funkt jetzt

  2. Ja, genial! Meine Infos aus Wien zum Ablauf:
    Auf dem Verordnungsschein muss stehen, welche Therapieform Ihr macht (Basis/Bolus FIT, intensivierte Insulintherapie, Pumpe) und am besten auch, dass hr mindestens 6 x täglich Euren BZ messt.
    Den Verordnungsschein müsst Ihr an Eure Krankenkase schicken bzw. faxen. Die Bewilligung kommt dann per Post zu Euch.
    Ihr bekommt das Starterpaket in Eurer Ambulanz/ bei Eurem Diabets-Doc (falls er oder sie Starterpakete von Abbott bekommen hat), in Wien kann man auch direkt bei Abbott anrufen und einen Termin zur Übernahme und Einschulung vereinbaren.
    Eine kurze Einschulung ist Pflicht – und es ist auch ganz gut, wenn man beim ersten Setzen des Libre nicht ganz aleine ist – obwoh viele Leute, die den Libre privat bezahlen, das ganz ohne Einschulung geschafft haben!
    Im Starterpaket sind auch 50 Precision BZ-Teststreifen – das Lesegerät funktioneirt ja auch als BZ-Messgerät udn Ihr brauch ein paar Streifen in den ersten Stunden, bis der Sensor korrekt misst und auch zwischendurch zum Überprüfen der Werte.

        1. Wenn Du noch keinen Libre hast: „Bitte 1 FreeStyle Libre Starterpaket“. Da ist drin: das Lesegerät, 2 Sensoren, 50 Teststreifen, Lanzetten, Stechgerät.
          Wenn Du schon einen privat gekauften Libre hast und kein neues Lesegerät willst: “ Bitte FreeStyle Libre Quartalsbedarf“ , beim ersten Mal ist aber „6 Sensoren FreeStyle Libre“ auch ok, weil diesmal eben 6 Sensoren drin sind. Ich schreibe derzeit dazu: „bis jetzt privat gekauft, Lesegerät vorhanden“, damit alles für den Bearbeiter bei der Krankenkasse ganz klar ist. Im nächsten Quartal wirds als Quartalsbedarf sehr wahrscheinlich 7 Sensoren geben, weil 6 ja etwas zu wenig sind.
          Ist halt alles neu, muss sich einspielen, bissi Geduld, das wird schon!

          1. Ich habe nun zwei Sensoren (Starterpaket) bewilligt bekommen. Muss ich nun wieder zum Arzt wegen der restlichen Sensoren für dieses Quartal?

    1. mir wurde es nicht bewilligt!! obwohl ich es schon 2 Jahre selbst bezahle!! messe am tag bis zu 15 mal!! der zuständige Chefarzt meinte ich soll mein diabetis Tagebuch mitschicken,hab keines da alles am Messgerät gespeichert wird. werde nun die Ergebnisse ausdrucken bin schon gespannt was dann wieder nicht passt!?

      1. Die burgenländische Gebietskrankenkasse seit September. http://blog.zuckertante.at/oesterreich-krankenkassen-bezahlen-freestyle-libre/
        Wie bei allen anderen: wenn man wieder Anspruch auf BZ-Teststreifen hat, Verordnungsschein wie beschrieben zur Krankenkasse, bewilligen lassen, Abbott anrufen, Termin vereinbaren. Ich hab auch schon von vielen Ktankenkassen Bewilligungen bekommen, ich gebe in meiner Ordination für meine Patienten den Libre aus und schule. Abbott sagte mir heute: „Im Prinzip funktioniert es, allerdings bei den Krankenkassen noch holprig“.

  3. Hallo!

    Meine Mutter spritzt Insulin, seitdem bei ihr die Bauchspeicheldrüse entfernt wurde. Die GKK Kärnten bewilligt den Senor nicht. Habe eine Frage: im Bericht steht, dass man eine Basis-Bolustherapie haben muss….ich kenne mich nicht genau damit aus.
    Wenn sie also nur Insulin spritzt, ist das zu wenig, weil keine Basisther. dabei ist oder was bedeutet das. Wurde deshalb abgelehnt, kann das sein? Oder was heißt Basis-Bolusther. eigentlich? Bekommt man die Bewilligung nur dann?

    Und man muss eine Verordnung an die GKK schicken…woher bekomme ich die? Ich habe für meine Mutter das Starterpaket schon selbst gekauft (vor 2 Monaten) und die Sensoren verwendet.

    1. Basal-Bolus Therapie: lang wirksames Insulin ein- oder zweimal täglich. DAZU schnelles Insulin vor jedem Essen und zur Korrektur hoher Werte. BZ messen vor jedem Essen, um zu sehen ob man Korrektur-Insulin braucht. Abschätzen, wie viele Gramm Kohlenhydrate man essen wird, gerechnet in BE („Broteinheiten“). Anzahl der BE mal Insulinbedarf pro BE + event die Korrektur spritzen, essen. Ist jetzt stark vereinfacht erklärt. Die Krankenkassen bezahlen den Sensor derzeit nur Diabetikern, die diese recht aufwändige Therapie machen UND die öfter als 6x täglich den Zucker messen: nüchtern, vor dem Schlafengehen, vor jedem Essen, manchmal ein paar Stunden nach dem Essen um zu sehen, ob die Insulin-Menge richtig war, bei Hypo-Gefühl, vor dem Autofahren, vor, während, nach längerem Sport,… macht Ihre Mutter diese Therapie? Da müsste sie einen Schulungskurs gehabt haben.

      1. Danke sehr für die ausführliche Antwort! Meine Mutter spritzt Insulin 3 mal täglich (Mischinsulin). Aber sie hat so viele Hypos und es wurde ihr bestätigt, dass sie 5-6 mal am Tag messen muss. Aber sie spritzt eben kein „BASISINSULIN“, falls ich das jetzt richtig verstanden habe. Als sie die Ärztin einmal fragte, warum manche Patienten öfter spritzen (sie sprach mit einer Mitpatientin im Warteraum und ich nehme an, dass sie von der Basis-Bolustherapie sprachen), sagte die Ärztin nur: „Das ist nichts für Sie“. Das nächste Mal möchte ich wissen, warum eigentlich und wie das entschieden wird, ob jemand diese Therapie bekommt oder die andere, die meine Mutter hat.
        Können Sie mir das auch beantworten oder ist das von Patient zu Patient verschieden? Danke schön! Einen schönen Tag und lg!

        1. Wenn Ihre Mutter viele Hypos hat, dann ist das natürlich ein Problem, das sollte so nicht sein! Da müsste man erst einmal draufkommen, wieso das so ist. Sie scheint ja eine Therapie zu haben, wo sie mehrmals täglich Misch-Isnulin spritzt, und wo sie mehr InsulinEinehiten spritzt bei hohen Werten und weniger bei tieferen Zuckerwerten, nach einer Tabelle? Stimmt das so ? Das KANN nur dann funktionieren, wenn sie immer zu den Mahlzeiten in etwa dieselbe Menge an Broteinheiten isst – also täglich zum Frühstück X Broteinheiten, täglich zum MIttagessen Y Broteinheiten usw. Kennt sie sich da aus?
          Das hängt indirekt auch mit der Frage zusammen, ob die Basis-Bolustherapie etws für Ihre Mutter ist: wie oben schon gesagt, ist das eine Behandlungs-Methode, die zwar einerseits sehr viel Freiheit gibt beim Essen, die aber andererseits schon einiges an Wissen erfordert. Ihre Mutter müsste bei allem, was sie isst, die Broteinheiten kennen – bzw. halt ausrechnen/nachsschlagen und sich dann anhand ihres aktuellen Blutzuckers vor dem Essen und den geplanten Broteinheiten die Insulin-Dosis jedesmal selbst ausrechnen.
          Das ist durchaus erlernbar, stellen Sie sich in etwa einen kleinen Führerschein vor, vom Aufwand her. Und damit, dass man dann schon einige Wochen braucht, um mit dieser Therapie sicher zu werden.
          Oft denkt man halt, dass das zu kompliziert ist und ein zu großer Aufwand für ältere Patienten. Das stimmt schon auch oft, aber ich kenne auch Diabetiker, die Freiheit beim Essen wollten und die diese Methode noch mit über 70 Jahren erlernen wollten -und das dann auch getan haben.
          Ich weiß ja nicht, wie alt, wie lernbegierig, wie lernfähig, wie diszipliniert Ihre Mutter ist – und was sie bereit ist zu investieren in eine anspruchvollere Therapie, vom Lernaufwand und vom Rechenaufwand im Alltag her.
          Vielleicht wärs ja einfacher, bei der gewohnten Therapie-Art zu bleiben und nur die zu optimieren? Zum Beispiel indem man mit Ihrer Mutter sehr genau udn ganz praktisch bespricht, wieviele Kohlenhydrate sie jeweils zum Fürhstück, MIttagesen, Abendessen nehmen soll?
          Aber wir gesagt, ohne Ihre Mutter zu kennen ist das alles Raterei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*