Schlagwort-Archive: Diskrimminieruung wegen Diabetes

Abbott FreeStyle Libre – per 1.9.2016 Kassenleistung in Österreich

Abbott FreeStyle Libre – per 1.9.2016 Kassenleistung in Österreich

Das FGM – System FreeStyle Libre wird am 1.9. von den meisten österreichischen Krankenkassen übernommen! Details hier! Abbott FreeStyle Libre – per 1.9.2016 Kassenleistung in Österreich weiterlesen

Out of office – Reply für Diabetiker

Eine Hypo im Büro ist immer sehr unangenehm. Ich kann mich dann nicht mehr auf meine Arbeit konzentrieren und Kunden, die telefonisch eine Auskunft brauchen, ist der momentane Hypo eigentlich auch sehr egal. Das hat mich dazu bewogen über eine „Hypo – Out of Office-Reply“ im Outlook nachzudenken… Out of office – Reply für Diabetiker weiterlesen

#100Prozentich Kick-Off Event in Düsseldorf

Ja, es gibt sie noch immer: Diabetiker, die sich schämen. Sie schämen sich, eine Pumpe zu tragen oder gehen für das Messen des Blutzuckers aufs WC. Was bitte soll das? Eine coole Kampagne von Bayer beschäftigt sich mit diesem Thema: #100Prozentich #100Prozentich Kick-Off Event in Düsseldorf weiterlesen

Diabetes & Sport im Parlament

Initative „Gleiche Rechte für chronisch kranke Kinder“

Ich und meine Website unterstützen die Petition des Wiener Journalisten Peter P. Hopfinger, die sich zum Ziel gesetzt hat, Kindern mit chronischen Erkrankungen die selben Möglichkeiten im Unterricht zu gewährleisten, wie gesunden Kindern.

Oft scheitert eine Teilnahme am Schulskikurs an der mangelnden Information, an ungeklärten Haftungsfragen und vielen anderen Problemen und Faktoren, die nach einer gesetzlichen Regelung förmlich schreien.

Es darf nicht angehen, dass zB. ein diabetisches Kind von Schulaktivitäten ausge-schlossen wird. Es darf nicht angehen, dass man auf das Wohlwollen einzelner ange-wiesen ist und das Kind in die Rolle eines Bittstellers drängt!

Kindern mit Typ 1 Diabetes die Teilnahme an sportlichen Schulaktivitäten, wie Skikurs, Schullandwochen zu verbieten führt das System ad absurdum.

Deswegen war ich heute sehr stolz und froh bei der Übergabe von mehr als 12.000 Unterschriften an die Präsidentin des österr. Nationalrates, Frau Mag. Barbara Prammer, mit dabei zu sein und ihr unsere Anliegen persönlich näher bringen zu dürfen!

Wie es in dieser Sache weiter geht und welche Änderungen die Petition nach sich zieht, werde ich sehr genau verfolgen und hier auch ausführlich beleuchten und diskutieren.

 

UPDATE. 20.12.2014

Hier kann die Bürgerinitiative online unterschrieben und unterstützt werden! Bitte zahlreich unterschreiben! Sie unterstützen eine wichtige Sache! Vielen Dank!

Diskrimminierung wegen Diabetes!?

Stellen Sie sich vor, sie bewerben sich bei einer Firma als Vertriebsmitarbeiter.

Sie werden eingeladen, mehrmals, sie liefern Arbeitsproben ab, welche sehr positiv bewertet werden, ja, sie werden sogar eingeladen, an einer Fachmesse teil-zunehmen, wo sie Kunden als zukünftige Kontaktperson vorgestellt werden.

Klingt doch super, oder? Mitnichten!

Sie beschließen, das Thema Diabetes auf den Tisch zubringen und sind erleichtert, als sie erfahren, dass auch ihr zukünftiger Chef an Diabetes erkrankt ist. Also alles easy?!

Man vereinbart mündlich den Arbeitsbeginn mit 1.2.2012. Beide Seiten freuen sich!

Eine Woche vor geplanten Arbeitsbeginn wundern sie sich allerdings langsam, wo denn der Dienstvertrag bleibt. Sie erkundigen sich per E-Mail. Als Antwort auf Ihr Mail bekommen Sie allerdings keinen Entwurf des Dienstvertrages, sondern folgende Zeilen:

„Sehr geehrter Herr Mustermann,

wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir Ihnen das besprochene Probe-monat  ab 1. Februar 2013 nicht anbieten können und lösen das besprochene Dienstverhältnis hiermit daher mit sofortiger Wirkung auf.

Wir dürfen Ihnen hiermit auf Ihren weiteren Lebensweg alles Gute wünschen und stehen für Rückfragen selbstverständlich jederzeit auch telefonisch gerne zur Verfügung. „

Sie sind verwundert und sehr enttäuscht und möchten der Sache auf den Grund gehen. Der Urheber des E-Mails ist telefonisch plötzlich nicht erreichbar. Seine rechte Hand ebenso nicht. Sehr komisch. Langsam steigt eine gewisse Wut in Ihnen hoch…

Plötzlich ein Anruf! Vielleicht doch ein Irrtum?

Leider kein Irrtum.
Es wird Ihnen erklärt, dass Sie ja in ihren neuen Job manchmal bis zu 10 Stunden im Auto sitzen müssen. Sie entgegnen, dass ihnen das durchaus bewusst sei und das schon jahrelang machen!
Weiters wird Ihnen erklärt, dass sie abends auch mal mit Kunden essen gehen müssten und sich die Firma plötzlich unklar ist, ob für Sie das auch machbar wäre.

Auf Ihre Nachfragen wird immer wieder diese (auswendig) gelernte Argumentation herunter gebetet.

Dass der Diabetes plötzlich ein Problem ist, wird mit keiner Silbe erwähnt, trotzdem haben sie im Laufe der Zeit gelernt, zwischen den Zeilen zu lesen.
Und plötzlich ist der Diabetes ein Problem. Ein großes Problem noch dazu. Und dieses Problem führt dazu, dass Sie den sicher geglaubten Job nun „leider“ doch nicht bekommen. Kein Wort der Entschuldigung…
„Aber wir wünschen Ihnen alles Gute…!“

Gedankensprung:
Ich behaupte, Diabetiker sind genau so belastbar wie „gesunde“ Personen. Ich
behaupte sogar, dass sie viel mehr auf ihre Gesundheit acht geben (müssen)
und bewusster leben.
Vorsorgeuntersuchungen sind bei Diabetikern kein leeres Schlagwort, sondern
gelebte Praxis.

Aber diese Geschichte wirft die Frage „Wollen Firmen belogen werden?“ auf.

Aber was passiert danach, wenn sie bemerken, dass sie belogen wurden? Kündigung?
Ist es da nicht viel besser, gleich von vornherein mit offenen Karten zu spielen?

Ich werde mir von nun an nicht mehr in die Karten blicken lassen. Denn ich muss es gesetzlich auch nicht.

Zum Schluss noch ein Zitat von Woody Allen:

„In einer Firma, die Leute wie mich nicht einstellen, möchte ich gar nicht
arbeiten!“

Update am 12.10.2014: Ich bin bei der Neugestaltung dieser Seiten über diesen alten Eintrag gestolpert und musste lachen. Denn dieses Erlebnis war die Intitalzündung zu meiner Bloggerkarriere. Ich muss aus heutiger Sicht dieser Salzburger Firma wirklich dankbar sein, denn durch den Blog und die Website habe ich viele tolle Personen kennen gelernt, die ich sonst wahrscheinlich nie getroffen hätte!