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#mylifeDN – MyLife Unio im Test

Blutzuckermessgeräte gibt es ja wie Sand am Meer und alle haben mehr oder weniger die gleichen Funktionen.

Was meiner Meinung nach gerade für junge Typ 1er enorm wichtig ist: Das Messgerät darf nicht wie ein medizinisches Gerät aussehen. Es muss klein und handlich sein und in der kleinsten Tasche Platz finden.

Die Schweizer Firma MyLife Diabetescare (Ypsomed) hat hier ein wirklich cooles Messgerät im Sortiment: Das MyLife Unio!

Packt man das Gerät aus, fällt einem sofort das coole Design und die ansprechende Farbgebung ins Auge. Vorbei die Zeiten, als Messgeräte in Prothesenweiss gehalten waren. Das Unio kommt im schwarzen Klavierlack und wirkt sehr hochwertig.

Die Grundeinstellungen sind schnell gemacht und die erste Messung kann gemacht werden. Beim Unio wird der Messstreifen  von oben in das Gerät eingeführt. Es muss aber angemerkt ist, dass dieser Streifen im Vergleich zu anderen Systemen wirklich groß und klobig ist. Das kann aber wiederum ein Vorteil für ältere Personen sein, die sich bei der Handhabung von ganz kleinen Teststreifen schon etwas schwerer tun!

Die mitgelieferte Stechhilfe „MyLife Auto Lance“ war in meinen 30 Jahren als Diabetiker, die erste Stechhilfe, die sich mir nicht selbst erklärt hat. Hat man den Dreh aber mal geschnallt, ist das System eine coole Sache. Ich verwende  es gerne, weil es im Büro völlig in der Hemdtasche verschwindet und auch beim Radfahren im Trikot gut Platz findet!

Interessant ist, dass man beim Auftragen des Blutes auf den Teststreifen zusehen kann, wie das Blut in den Teststreifen gesogen wird. Nach 5 Sekunden ist das Testergebnis verfügbar.

Danach muss das Ergebnis editiert werden, wie zB vor/nach dem essen, Sport, Krankheit etc. Ein Abschalten dieser Funktion ist leider nicht möglich.

Ein Übertragen der Testergebnisse via Mini-USB-Kabel (das nicht mit dabei ist) in die Diabass-Software hat bei mir völlig problemlos funktioniert.

Von der Haptik her kommen mir die Tasten etwas hakelig vor. Das Display ist auch bei heller Umgebung sehr gut zu abzulesen und trotz der kleinen Abmessungen des Displays ist alles gut zu erkennen. Hier eindeutig: Daumen hoch.

Das Unio tut das, was es soll: Blutzuckermessen messen. Es sieht schick aus und ist beim schnellen hinsehen nicht als medizinisches Gerät erkennbar!  Auch hier: Daumen hoch!

Verbesserungen würde ich mir bei den Tasten wünschen. Der Druckpunkt könnte hier präziser spürbar sein! Und leider fehlt auch eine Beleuchtung des Teststreifen Einschubes! Ich habe versucht, in der Nacht meinen BZ zu messen und habe den Teststreifen mehr erfühlt, als gesehen. Deswegen hier: Daumen nach unten.

Fazit: Ein schickes, hochwertig wirkendes Gerät in ansprechender Größe und coolem Design. Die Teststreifen sind ungewohnt groß. Man kann zuschauen, wie das Blut hineingesaugt wird und sosicherstellen, dass genug Blut am Streifen ist.

Ich habe das Unio immer dabei – beim Radfahren passt es in die Satteltasche und auch in die Innentasche des Sakkos.

Wer mit den kleinen „Kinderkrankheiten“ des Gerätes leben kann, für den ist das Unio sicher eine coole Sache!